01.11.2026, 13:54
Hallo zusammen,
wer sich schon mal an der Makrofotografie versucht hat, merkt schnell: Die normale Naheinstellgrenze von Standard-Objektiven reicht oft nicht aus, um Insekten, Blüten oder kleine Details bildfüllend einzufangen. Ein echtes Makroobjektiv kostet aber direkt mehrere hundert Euro.
Ich möchte euch zwei geniale und günstige Alternativen vorstellen, mit denen man auch ohne teures Spezial-Equipment tief in die Makrowelt eintauchen kann: Nahlinsen und Zwischenringe.
1. Nahlinsen / Achromate (Der Allrounder – auch für Bridgekameras!)
Nahlinsen funktionieren wie eine Lesebrille für eure Kamera. Sie werden einfach vorne auf das Filtergewinde des Objektivs geschraubt.
2. Zwischenringe (Für Kameras mit Wechselobjektiven)
Zwischenringe enthalten keine optischen Linsen. Es sind im Grunde nur hohle Rohre, die zwischen dem Kameragehäuse und dem Objektiv eingesetzt werden. Sie vergrössern den Abstand vom Objektiv zum Sensor, wodurch man viel näher an das Motiv herankommt.
Nicht jede Kamera hat ein Gewinde, auf das man Nahlinsen schrauben kann. Aber auch dafür gibt es zwei kreative Tricks für Entdecker:
Mein Fazit:
Wer eine Bridgekamera besitzt oder viel Licht zur Verfügung hat, greift am besten zur Nahlinse/Achromat. Wer eine Kamera mit Wechselobjektiven hat und die maximale Bildschärfe seines vorhandenen Objektivs nutzen will, ist mit Zwischenringen super bedient. Beides kostet oft nur einen Bruchteil eines echten Makroobjektivs (meist zwischen 30 und 90 Euro).
Anbei mal ein Beispiel von mir: „Wie eine kleine Perle: Ein Wassertropfen geborgen zwischen den Blättern einer Fetthenne.“
![[Bild: makro.jpg]](https://sbfoto.ch/Ulli/Fotografieren/makro.jpg)
Im Original ist dieser Bildausschnitt 3000 x 2000 Pixel
Nutzt von euch jemand solche Helfer im Nahbereich? Zeigt gerne mal eure Ergebnisse!
wer sich schon mal an der Makrofotografie versucht hat, merkt schnell: Die normale Naheinstellgrenze von Standard-Objektiven reicht oft nicht aus, um Insekten, Blüten oder kleine Details bildfüllend einzufangen. Ein echtes Makroobjektiv kostet aber direkt mehrere hundert Euro.
Ich möchte euch zwei geniale und günstige Alternativen vorstellen, mit denen man auch ohne teures Spezial-Equipment tief in die Makrowelt eintauchen kann: Nahlinsen und Zwischenringe.
1. Nahlinsen / Achromate (Der Allrounder – auch für Bridgekameras!)
Nahlinsen funktionieren wie eine Lesebrille für eure Kamera. Sie werden einfach vorne auf das Filtergewinde des Objektivs geschraubt.
- Der riesige Vorteil: Sie schlucken so gut wie kein Licht.
- Für wen ideal? Sie funktionieren an Spiegelreflex- und Systemkameras, sind aber vor allem die perfekte Lösung für Bridgekameras (da man dort das Objektiv nicht abnehmen kann). Mit einem Achromaten (z. B. von Raynox) verwandelt sich eine Superzoom-Bridgekamera im Handumdrehen in ein Makro-Monster.
- Tipp: Kauft keine billigen, einzelnen Nahlinsen (die verzerren das Bild stark), sondern sogenannte Achromate. Diese bestehen aus mehreren Linsen und korrigieren Farbfehler.
Zitat:???? Wichtig – Technische Daten prüfen:
Sucht im Datenblatt eurer Kamera gezielt nach dem Begriff „Filtergewinde“ oder „Filterdurchmesser“ (angegeben in Millimetern, z. B. ø 62 mm). Oft steht diese Angabe auch direkt vorne am Rand des Objektivs.
Alternativ könnt ihr auch in ein Fotofachgeschäft gehen und dort nachfragen. Wenn man euch dort berät, unterstützt dann aber fairerweise bitte auch das Fachgeschäft und kauft das Zubehör direkt vor Ort!
2. Zwischenringe (Für Kameras mit Wechselobjektiven)
Zwischenringe enthalten keine optischen Linsen. Es sind im Grunde nur hohle Rohre, die zwischen dem Kameragehäuse und dem Objektiv eingesetzt werden. Sie vergrössern den Abstand vom Objektiv zum Sensor, wodurch man viel näher an das Motiv herankommt.
- Der Vorteil: Da kein Glas im Spiel ist, leidet die Bildqualität des Objektivs überhaupt nicht.
- Der Nachteil: Sie schlucken je nach Dicke des Rings ordentlich Licht. Das Sucherbild wird dunkler und man muss oft die Belichtungszeit verlängern oder den ISO-Wert anheben.
- Tipp: Achtet darauf, Ringe mit elektronischen Kontakten zu kaufen. Nur so werden Autofokus und Blendensteuerung von der Kamera zum Objektiv übertragen.
Nicht jede Kamera hat ein Gewinde, auf das man Nahlinsen schrauben kann. Aber auch dafür gibt es zwei kreative Tricks für Entdecker:
- Das Vier-Augen-Prinzip: Man kann eine Nahlinse auch einfach von Hand ganz dicht vor das Objektiv halten. Da das bei der Jagd nach kleinen Motiven manchmal etwas wackelig wird, holt man sich am besten eine zweite Person zu Hilfe, die die Linse ruhig hält, während man selbst sich voll auf den Fokus konzentriert.
- Der Lupen-Trick: Wer keine Nahlinse kaufen möchte, schnappt sich einfach eine ganz normale Handlupe aus dem Haushalt. Dicht vor das Objektiv gehalten, wirkt das Wunder – perfekt fürs Smartphone oder Kompaktkameras, um spielerisch auszuprobieren, ob einem die Makrowelt Spass macht!
- WICHTIG: Glas auf Glas kann zu Kratzern führen! Wenn der Kratzer auf der Objektivlinse der Kamera landet, ist das mit extrem teuren Reparaturkosten verbunden. Seid beim Experimentieren ohne Gewinde also bitte super vorsichtig und haltet immer einen winzigen Sicherheitsabstand!
Mein Fazit:
Wer eine Bridgekamera besitzt oder viel Licht zur Verfügung hat, greift am besten zur Nahlinse/Achromat. Wer eine Kamera mit Wechselobjektiven hat und die maximale Bildschärfe seines vorhandenen Objektivs nutzen will, ist mit Zwischenringen super bedient. Beides kostet oft nur einen Bruchteil eines echten Makroobjektivs (meist zwischen 30 und 90 Euro).
Anbei mal ein Beispiel von mir: „Wie eine kleine Perle: Ein Wassertropfen geborgen zwischen den Blättern einer Fetthenne.“
![[Bild: makro.jpg]](https://sbfoto.ch/Ulli/Fotografieren/makro.jpg)
Im Original ist dieser Bildausschnitt 3000 x 2000 Pixel
Nutzt von euch jemand solche Helfer im Nahbereich? Zeigt gerne mal eure Ergebnisse!
„Der beste Tag, um glücklich zu sein, ist heute.“
Liebe Grüsse Stephan
Liebe Grüsse Stephan














